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Erfolgreiche Aufbauarbeit und Nachswuchssorgen

Die Hauptaufgaben nach der Neugründung der Bürgerwehr waren vornehmlich repräsentativer Art. Es galt nun nicht mehr, gegen feindliche Truppen zu kämpfen oder für die innere Ordnung in der Stadt Cochem zu sorgen. Nein, an oberster Stelle stand und steht bis heute die Pflege von Traditionen und heimatlichem Brauchtum. Und diesen Zielen leistet die Cochemer Bürgerwehr seit den ersten Jahren ihres Bestehens bis heute Folge. Dabei erarbeitete sich die Cochemer Bürgerwehr in den ersten zehn Jahren nach ihrem Neubeginn durch ihre engagierte Teilnahme an zahlreichen Festen entlang der Mosel einen hervorragenden Ruf als Repräsentations-Truppe ihrer Heimatstadt Cochem. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die alljährliche Teilnahme an den großen Umzügen in Kröv und Bernkastel sowie nicht zuletzt die bereits erwähnten Auftritte bei den Bochumer Maiabend-Schützen. Der Trachtenumzug in Kröv gehörte damals wie heute zu den Höhepunkten des Veranstaltungsplanes. Die Cochemer Bürgerwehr ist schon seit dem ersten Umzug 1953 in Kröv dabei und hat in all den Jahren keinen einzigen versäumt. Durch dieses »Pflichtbewußtsein« entstand eine Freundschaft zu den Krövern, die durch eine Ehrung anläßlich des 40jährigen Jubiläums des Trachtenumzuges gewürdigt wurde.

Allerdings hatte die Bürgerwehr in den frühen 60er Jahren arge Nachwuchs-Probleme. 1961 beklagte Karl Seekatz auf der Jahreshauptversammlung, daß »junge Cochemer nicht mehr das Interesse haben, Farben und Wappen der Stadt zu tragen.« Er gab dennoch seiner Hoffnung Ausdruck, daß sich doch noch junge Menschen finden würden, um den Bestand der Bürgerwehr zu sichern. Das Problem um die Nachwuchssorgen war vor allem darin zu suchen, daß das Eintrittsatter in die Bürgerwehr per Satzung auf 18 Jahre festgelegt war. Die meisten jungen Cochemer wurden aber gerade in diesem Alter zur Bundeswehr eingezogen, eine permanente Fluktuation setzte ein und die Nachwuchssorgen stiegen weiter. Der Ausweg aus dieser Misere machte eine Satzungsänderung notwendig: 1961 wurde das Eintrittsatter auf 16 Jahre herabgesetzt. Allmählich wuchs das Interesse an der Cochemer Bürgerwehr bei den jungen Männern der Stadt Cochem wieder. Dennoch blieben die Auftritte der Repräsentantentruppe in den frühen 60er Jahren auf einige wenige Veranstaltungen pro Jahr beschränkt. Andreas Hölzenbein, Ehrensenator der Cochemer Bürgerwehr, erinnert sich: »Die Aktivitäten der Bürgerwehr waren in den frühen 60er Jahren allein aufgrund der sehr knappen Kasse noch sehr bescheiden. Die Aktiven fuhren mit ihren eigenen Pkw - ein Zeichen für das große Engagement - zu den noch spärlichen Auftritten, die eigentlich nur aus drei Höhepunkten pro Jahr bestanden: dem Maiabendfest in Bochum, dem Trachtenfest in Kröv und traditionell dem Cochemer Weinfest.« Im Jahr 1964 starb Karl Seekatz, der bis zu seinem Tod Kanzler der Cochemer Bürgerwehr geblieben war. Seine Nachfolge übernahm daraufhin Carlfritz Nicolay, der bis dato als Kultursenator für den Verein tätig gewesen war.
 





Die Bürgerwehr beim Trachtenum- zug in Kröv 1960. In der Bildmitte Hauptmann Albert Knevels. Auffällig hier: man trug wieder Sandalen.




Kanzler Carlfritz Nicolay mit den Senatoren Werner Eifel (links) und Andreas Hölzenbein (rechts außen) beim Besuch des Bochumer Maiabendfestes. In den 60er Jahren fuhren die Aktiven und der komplette Vorstand in die Stadt im Ruhrgebiet.
 
 
 

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